In einer akuten Krise finden Sie hier sofort Hilfe.

Wenn Sie an Suizid denken oder sich in einer akuten Notlage befinden, wenden Sie sich bitte direkt an den Rettungsdienst unter 112. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Die Artikel auf dieser Seite sind zur Orientierung gedacht und ersetzen in einer akuten Krise keine unmittelbare Hilfe.

Wissen zur Psychotherapie

Wer sich zum ersten Mal mit Psychotherapie beschäftigt, steht meist nicht vor einer einzigen Frage, sondern vor mehreren gleichzeitig. Welche Berufsgruppe macht eigentlich was? Wie kommt man überhaupt an einen Behandlungsplatz? Was kostet eine Sitzung, und wer bezahlt sie? Diese Fragen hängen zusammen, deswegen beantworte ich sie hier zusammen.

Diese Seite ordnet sie nach dem Weg, den die meisten Menschen tatsächlich gehen: von der ersten Unsicherheit über die Orientierung im System bis zur ersten Sitzung. Sie müssen nicht bei Schritt eins anfangen – springen Sie dorthin, wo Sie gerade stehen. Jeder Abschnitt beantwortet die Frage kurz und verweist auf den Artikel, der sie ausführlich behandelt.

Was Sie hier nicht finden

Keine Selbsttests und keine Einordnung von Beschwerden. Ob eine Psychotherapie angezeigt ist und welche Form dafür geeignet wäre, entscheiden approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im persönlichen Gespräch – das lässt sich über einen Artikel nicht ersetzen und soll hier auch nicht versucht werden.

Ebenso wenig finden Sie hier Ratgeber zu einzelnen Krankheitsbildern. Ich beschränke mich bewusst auf die organisatorischen und formalen Fragen rund um den Zugang zur Behandlung, weil das der Bereich ist, in dem ich Ihnen belastbar weiterhelfen kann.

1. Am Anfang: die Unsicherheit

Viele Menschen tragen die Frage, ob sie sich Hilfe suchen sollten, über Monate mit sich herum. Eine verbreitete Sorge dabei ist, dass die eigene Belastung nicht schwer genug sei, um einen Platz zu beanspruchen.

Dafür gibt es keine Schwelle, die Sie selbst überprüfen müssten. Die Einschätzung, ob eine Behandlung angezeigt ist, ist Teil der Behandlung selbst: Sie entsteht im Gespräch mit approbierten Behandelnden, die dafür ausgebildet sind. Ein Erstgespräch zu vereinbaren bedeutet nicht, dass eine Therapie beginnt – es bedeutet, dass die Frage fachlich geklärt wird. 

Wege dorthin gibt es mehrere: über die hausärztliche Praxis, über die psychotherapeutische Sprechstunde in der gesetzlichen Versorgung oder direkt über eine Privatpraxis.

2. Orientierung: Begriffe, Berufe, Formate

Bevor die Suche beginnt, lohnt sich Klarheit über die Begriffe. Psychologin, Psychotherapeut, Psychiaterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Coach, App – diese Bezeichnungen klingen teilweise ähnlich, meinen aber sehr Unterschiedliches, und nicht alle davon dürfen behandeln.

Psychologin, Psychotherapeut, Psychiaterin, Heilpraktiker – wer macht was?

Die Berufsbezeichnungen im Feld der psychischen Gesundheit sind gesetzlich unterschiedlich geschützt und mit unterschiedlichen Befugnissen verbunden. Der Artikel erklärt, welche Ausbildung hinter welcher Bezeichnung steht, wer eine Approbation besitzt und wer Medikamente verordnen darf. Ein guter Startpunkt, wenn Ihnen die Begriffe bisher durcheinandergehen.

Online-Therapie, Coaching oder App?

Neben der Psychotherapie gibt es Coaching-Angebote und digitale Anwendungen, die sich teilweise ähnlich präsentieren. Der Artikel ordnet ein, was die drei Formate rechtlich und fachlich voneinander unterscheidet und woran Sie erkennen, in welche Kategorie ein Angebot fällt.

Psychotherapieverfahren im Überblick

Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, analytische Psychotherapie, Systemische Therapie: Der Artikel beschreibt, wie die vier Verfahren jeweils arbeiten, was eine Methode wie EMDR davon unterscheidet und welche Therapieformen außerhalb der Psychotherapie-Richtlinie liegen. Auch die Frage, was das für die Kostenübernahme bedeutet, wird behandelt.

Funktioniert Psychotherapie per Video?

Der Artikel fasst zusammen, was zur Videobehandlung in der Psychotherapie bekannt ist, unter welchen berufsrechtlichen Voraussetzungen sie in Deutschland stattfindet und welche Rahmenbedingungen dabei gelten. Auch die Frage, für welche Situationen das Format weniger geeignet ist, wird behandelt.

3. Der Zugang: wie Sie zu einem Platz kommen

Es gibt mehr als einen Weg: die Suche über eine Kassenzulassung, die Terminservicestelle, das Kostenerstattungsverfahren für gesetzlich Versicherte, die Erstattung über eine private Krankenversicherung oder Beihilfe, und die Behandlung als Selbstzahlerin oder Selbstzahler. Welcher Weg infrage kommt, hängt von Ihrem Versicherungsstatus und von Ihrer Situation ab.

Auf diesem Weg begegnen Ihnen Begriffe, die unterschiedliche Dinge meinen. Eine psychotherapeutische Sprechstunde ist der Einstieg in die gesetzliche Versorgung und dient der Abklärung – sie ist noch kein Therapieplatz. Probatorische Sitzungen sind das gegenseitige Kennenlernen vor dem Antrag. Kurzzeittherapie und Langzeittherapie unterscheiden sich im bewilligten Umfang und im Antragsweg. In der Selbstzahlung entfallen Antrags- und Gutachterverfahren; Umfang und Frequenz vereinbaren Sie direkt mit der Praxis.

Kein Psychotherapieplatz – welche Wege es gibt

Der Überblicksartikel zu diesem Bereich. Er stellt die verschiedenen Zugangswege nebeneinander – Kassenzulassung, Terminservicestellen, Kostenerstattung, Selbstzahlung – und beschreibt, welche Voraussetzungen jeweils gelten. Wenn Sie noch nicht wissen, welcher Weg für Sie überhaupt in Betracht kommt, fangen Sie hier an.

Kostenerstattungsverfahren Psychotherapie: Ablauf

Dieser Artikel richtet sich an gesetzlich Versicherte. Er beschreibt das Verfahren nach § 13 Abs. 3 SGB V Schritt für Schritt: welche Nachweise die Krankenkasse üblicherweise verlangt, in welcher Reihenfolge die Schritte erfolgen und an welchen Stellen Anträge häufig scheitern. Ob eine Kasse erstattet, entscheidet sie im Einzelfall – der Artikel beschreibt den Ablauf, sagt aber kein Ergebnis voraus.

4. Die Kosten: was auf Sie zukommt

Hier geht es einerseits um konkrete Zahlen, andererseits um die Frage, wie diese Zahlen zustande kommen. Beides ist getrennt behandelt, weil es unterschiedliche Fragen sind. Welcher der folgenden Artikel für Sie der richtige ist, hängt von Ihrem Versicherungsstatus ab.

Was kostet Psychotherapie als Selbstzahlerin oder Selbstzahler?

Der Artikel nennt die üblichen Preisspannen für eine Sitzung, erklärt, wovon die Höhe im Einzelfall abhängt, und zeigt, welche Positionen neben der eigentlichen Sitzung anfallen können. Die Honorare legen die Behandelnden jeweils selbst fest.

Kosten Psychotherapie für Privatpatientinnen und Privatpatienten

Dieser Artikel richtet sich an privat Versicherte und Beihilfeberechtigte. Er erklärt, wie sich die Erstattung in der privaten Krankenversicherung von der gesetzlichen unterscheidet, welche Rolle Ihr Tarif und die Gebührenordnung dabei spielen und welche Fragen sich vor Behandlungsbeginn zu klären lohnen. Verbindlich ist immer die Auskunft Ihrer Versicherung.

Warum kostet Psychotherapie so viel?

Weniger eine Preisübersicht als eine Erklärung: Der Artikel schlüsselt auf, welche Kosten hinter einem Sitzungshonorar stehen – Ausbildung, Praxisbetrieb, nicht abrechenbare Arbeitszeit – und warum der Stundensatz nicht mit dem Einkommen der Behandelnden gleichzusetzen ist. Für alle, die die Zahlen aus dem vorherigen Artikel einordnen möchten.

5. Die erste Sitzung

Vor dem ersten Termin stellen sich meist dieselben Fragen: Muss ich etwas vorbereiten? Muss ich sofort alles erzählen? Was wird überhaupt gefragt?

Vorbereiten müssen Sie nichts. Das erste Gespräch dient dazu, dass die Behandelnden sich ein Bild machen und Sie einen Eindruck davon bekommen, wie die Zusammenarbeit wäre. Sie bestimmen selbst, was Sie erzählen und was noch nicht. Gefragt wird in der Regel nach dem Anlass, nach dem bisherigen Verlauf und nach Ihrer Lebenssituation.

Bei einer Videositzung kommt dazu, dass Sie einen Ort brauchen, an dem Sie ungestört sprechen können, sowie eine stabile Verbindung. Wie der Ablauf bei einfachTherapie.de konkret aussieht, steht unter So funktioniert’s.

6. Wenn es nicht passt

Nicht jede Zusammenarbeit funktioniert, und das ist kein Scheitern auf einer der beiden Seiten. Die Passung zwischen Behandelnden und Patientinnen und Patienten ist ein eigener Faktor, der sich vorab nur begrenzt einschätzen lässt.

In der gesetzlichen Versorgung sind die probatorischen Sitzungen genau dafür da: Sie finden vor dem Antrag statt, und ein Wechsel ist danach ohne Weiteres möglich. Später im Verlauf wird es formal aufwendiger, weil bewilligte Kontingente und Antragswege davon berührt sind. Bei Selbstzahlung entfällt diese Bindung – Sie entscheiden von Termin zu Termin, ob Sie weitermachen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass es nicht passt, sprechen Sie es an. Das gehört zum fachlichen Alltag und wird nicht als Kritik verstanden.

Abschluss

einfachTherapie.de ist eine Vermittlungsplattform. Ich stelle die Auswahl bereit, über die Sie approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten für Videositzungen finden und einen Termin vereinbaren können. Die Behandlung selbst, die Terminhoheit und die Abrechnung liegen ausschließlich bei den jeweiligen Praxen. Eine Beratung zu Ihrer persönlichen Situation kann und darf ich über diese Seiten nicht leisten.

Stand: 01.10.2026